/> Erste Schritte mit Snow Leopard - christian renz // bassist - Stuttgart

02/09

2009

Erste Schritte mit Snow Leopard

Snow Leopard

So richtig viel Zeit hatte ich noch nicht, die neue Version von Mac OS X gründlich auszutesten, trotzdem will ich mal eine Tradition von Michael aufgreifen und hier ein paar persönliche Eindrücke vorstellen.


Mehr Platz (1)

Wie Michael auch schon bemerkt hat, hat Mac OS X die Berechnung der Fesplatten- und Dateigrößen geändert. Traditionell wird bei Bytes in 1024er-Schritten gerechnet: Ein Megabyte (MB) hat damit 1.048.576 Byte. Festplattenhersteller haben allerdings schon seit langem in 1000er-Schritten gerechnet, für sie hatte ein MB nur 1.000.000 Byte. Mit der Folge, dass ein im Laden gekauftes 250 GB-Laufwerk von Mac OS X bisher mit 232 GB angezeigt wird (von Windows ebenfalls).

Mac OS X 10.6 räumt damit auf und rechnet nun auch in 1000er-Schritten – ein mutiger Schritt, der aber vielleicht beim einen oder anderen auch für Verwirrung sorgt.


Mehr Platz (2)

Durch die Installation von Snow Leopard wird allerdings tatsächlich auch mehr Plattenplatz frei. Vor der Installation waren auf der Platte 235 GB belegt (das ist schon auf die neue Rechenart umgerechnet), danach waren es 222 GB. Durch die Installation der Apple-Entwicklungsumgebung XCode (was die alte Version überschreibt) wurde sogar nochmal ein GB mehr frei. Einen gewissen Anteil hat daran sicher auch, dass ich nicht mehr alle Sprachversionen installiert habe (wie es bei Mac OS X die Standardeinstellung ist), trotzdem ist das eine beeindruckende Leistung.


Die erste Enttäuschung

Ein Feature, auf das ich mich sehr gefreut hatte, war die chinesische Handschrifterkennung. Ich habe das Feature bei Gravis schon ausprobiert und bin sehr begeistert – da hat Apple ganze Arbeit geleistet. Leider wird die Handschrifterkennung auf meinem MacBook Pro nicht unterstützt, auch wenn es erst anderthalb Jahre alt ist…


Inkompatible Software

Größere Probleme mit inkompatibler Software habe ich bisher nicht gefunden. Logic 8 und die allermeisten Plugins funktionieren noch einwandfrei. Probleme hatte ich lediglich mit drei kostenlosen Plugins: Das kürzlich vorgestellte Luxonix LFX-1310 sowie das Light Guitar Plugin, das ich mir mal zum Antesten heruntergeladen hatte, bestehen die AU-Validierung nicht mehr. Mit beiden Plugins gab es allerdings auch vorher schon Probleme. Und Pluggo sorgte dafür, dass Logic am Schluss hing und sich nicht richtig beendete. Nach einem erneuten Ausführen des Pluggo Audio Unit Scan war das aber auch erledigt.

Für Menu Meters musste ich ein Update herunterladen, danach tat es einwandfrei. Und das gute alte Peripheral Vision zeigt manchmal komische Beschriftungen an, funktioniert aber soweit. (Schade, dass Apple die Funktionalität noch nicht ins Betriebssystem eingebaut hat!)


Verbesserungen unter der Haube

Insgesamt sind die an der Oberfläche sichtbaren Verbesserungen eher subtil. Eine Übersicht dazu gibt es bei Apple. Es ist ungewohnt, ein Betriebssystemupdate zu installieren, das nicht spürbar anders aussieht, dafür fühlt es sich aber besser an: Systemprogramme wie Mail oder Safari scheinen mir tatsächlich etwas flotter zu sein als vorher.

Ein großes Lob geht an Apple dafür, dass sie ihre Bedienungshilfen noch einmal deutlich verbessert haben. Wie die chinesische Handschrifterkennung ist es ein Feature, das nur wenige brauchen, aber für die die es brauchen, ist es revolutionär.

Auch die Änderungen unter der Haube sind beeindruckend. Gerade die Implementierung der 64-Bit-Unterstützung ist phänomenal im Vergleich mit der Konkurrenz.

Foto: (cc) Yvonne

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