/> Bass-Alben, die mich beeinflusst haben (1) - christian renz // bassist - Stuttgart

09/06

2009

Bass-Alben, die mich beeinflusst haben (1)

Update: Der zweite Teil ist ebenfalls online.

Vor einiger Zeit hat Sebastian Mereu bei Bassnews ein paar „historische” Bassalben vorgestellt, in der Hauptsache Alben von Bassisten, die ihn persönlich geprägt haben.

Neben vielen anderen guten Alben von Nicht-Bassisten gibt es auch für mich ein paar prägende Alben von Bassisten. Davon möchte ich heute einmal zwei vorstellen, morgen kommen dann nochmal zwei.

Abe Laboriel - Dear Friends

Abraham Laboriel – Dear Friends (1993)

Dear Friends war eine meiner ersten CDs überhaupt. Ich hatte frisch angefangen Bass zu spielen und musste mich entscheiden: Entweder diese hier oder eine Platte von Gerald Veasley, die im Regal nebenan stand. Von Gerald Veasley habe ich bis heute nichts gekauft - das sollte ich vielleicht mal nachholen. Dieses Album allerdings hat mich sehr geprägt: Abraham Laboriel hat einen eigenen Sound, bei dem man fast schon meint, seine Finger zu hören. Das hat auch mein Bassideal sehr geprägt. Seine eigenen Alben sind teilweise sehr schwer zu bekommen, dafür entdeckt man ihn immer wieder bei Joe Cocker, Michael Jackson, Lee Ritenour und vielen anderen.

Sehr empfehlenswert ist das Live-Album Abe Laboriel & Friends – Live in Switzerland (iTunes-Link), das vor einigen Jahren in der Schweiz entstand. Prägend für mich war auch seine Arbeit auf den Alben von Ron Kenoly.

Mehr zu Abraham Laboriel erfährt man bei seinem aktuellen Projekt Open Hands. Insgesamt ist Laboriel sicherlich einer der Bassisten, die mich am meisten geprägt haben – sowohl mit seinem Bassspiel, als auch mit seinem Songwriting. Unbedingt sehenswert: Das folgende Video, das Laboriels vermutlich bekanntes Solo zeigt und seinen sehr expressivem Tanzstil demonstriert. (Beim Bass-Blogger gab's neulich ein weiteres Video von Koinonia)

 

 

Marcus Miller - The Sun Don't Lie

Marcus Miller – The Sun Don't Lie (iTunes)

Zu Marcus Miller muss man nicht mehr viel sagen: Er hat sich sowohl als Künstler mit seinem eigenen Material als auch als Session-Musiker und Produzent einen Namen gemacht. Als Bassist hat er einen eigenen Sound, den man sofort wieder erkennt. Und er schreibt Songs, die auch Nichtbassisten gut anhören können :-).

Daher hier vielleicht noch ein paar weniger bekannte Infos: Auf seinen ersten zwei Alben Suddenly und Marcus Miller (die habe ich natürlich auch) hat er noch gesungen. Das hat er später unterlassen. Mit 21 begann er, in der Band von Miles Davis zu spielen und hat mit später ihm drei Alben produziert, unter anderem das hervorragende Amandla (iTunes). Und auch die Zusammenarbeit mit David Sanborn war äußerst produktiv. Immer, wenn's etwas grooviger wird, kann man davon ausgehen, dass der Song von Marcus Miller produziert wurde. Sehr schön zu hören zum Beispiel auf The Best of David Sanborn (iTunes). Und bei der Aufnahme des weltberühmten Hit Just The Two Of Us stand wer am Bass? Richtig: Marcus Miller. Den Song findet man übrigens auf dem Album Winelight (iTunes) von Grover Washington, Jr. - trotz des nicht ganz stilsicheren Covers ebenfalls sehr empfehlenswert.

Neben The Sun Don't Lie, das ich nicht nur wegen des Bassspiels, sondern auch wegen des Songwriting schätze, habe ich mir kurze Zeit danach auch noch das ebenso empfehlenswerte Tales (iTunes) zugelegt.

 

Und morgen: Ein Album von der in Berlin geborenen Erfinderin des Neo-Soul und eines von einem Bassisten, der mit ständig verstimmten Bässen spielt.

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Gestern habe ich zwei Bassisten-Alben vorgestellt, die ich mir am Anfang meiner Bass-Karriere gekauft habe und die mich dadurch recht stark beeinflusst haben. Heute nun stelle ich nochmal zwei Alben vor, die ich mir dann etwas später zugelegt habe. Yes... Mehr