Egal, ob man jetzt auf die Musik der Nine Inch Nails steht oder nicht: Man muss anerkennen, dass sie echt viel Aufwand in Aktivitäten im Internet stecken und Vorreiter waren, was kostenlose Downloads von Alben von bekannten Künstlern angeht.
Unter dem Titel „The best selling MP3 album of the year was free“ schreibt The Long Tail, dass das NIN-Album „Ghost I-IV“ im Jahr 2008 das meistverkaufte MP3-Album auf Amazon war (1,6 Mio US$ Einnahmen in der ersten Woche). Und das, obwohl man sich das Album auch legal kostenlos herunterladen kann. Das sind recht beeindruckende Zahlen, und das ist eine interessante Entwicklung, die ich so nicht erwartet hätte.
Die Frage ist natürlich: Wie lässt sich das auf noch recht unbekannte Künstler übertragen? CD-Verkäufe lohnen sich für kleinere Bands sowieso am meisten, wenn die Band die CDs beim Gig selbst verkauft. Vielleicht kann man hier eine Doppelstrategie fahren, dass das Album zwar herunterladbar ist, aber die CD eben den Bonus der „Anfassbarkeit“ und vielleicht auch schöne Booklets etc. bietet. Ich bin mir nicht sicher, dass es auch für kleinere Bands funktionieren kann, kostenlose und kostenpflichtige Downloads zu haben. Ich denke, dafür braucht man schon eine größere Fan-Basis.

Seh ich genauso. Kleinere Bands koenne, siehe mein Album Toolz, durch einen kostenlosen Release viel Aufmerksamkeit erreichen aber mehr auch nicht.
Das ist echt schwierig. Aber was ich nach meinen Erfahrungen jetzt sagen kann ist, dass man als unbekannter einfach ein paar Gigs spielen sollte...
Die Ergebnisse meiner Studienarbeit, denn das war mein Album, werde ich die naechste Zeit in meinem Blog (hoechstwahrscheinlich) veroeffentlichen.
Das mit den Gigs stimmt allerdings, da kommt man nicht drumrum…
(Das angesprochene Album gibt's übrigens hier.)