/> The burning light - christian renz // bassist - Stuttgart

08/11

2006

The burning light

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Das Licht der Wahrheit ist manchmal ein brennendes Feuer. Zumindest fühlt es sich für Ted Haggard vermutlich gerade so an. Er war der Senior Pastor einer amerikanischen Mega-Church und der Geschäftsführer der National Association of Evangelicals und aktiver Gegner der Homo-Ehe. Vor kurzem ist er von allen Ämtern zurückgetreten, nachdem bekanntgeworden war, dass er mit einem Callboy sexuelle Beziehungen unterhielt und Drogen von ihm gekauft hat ( Bericht 1, Bericht 2).

Vieles könnte man dazu sagen, und nicht alles wäre weise. Für die meisten Berichterstatter ist vermutlich der Kontrast zwischen dem was Haggard gepredigt und was er getan hat das Fatalste (ich urteile hier auf Basis der Berichte, ich kenne Haggards Predigten und Lehre nicht selbst). Darüber sollten wir nicht erstaunt oder gar wütend sein. Für die Medien ist es eine extreme Geschichte, und für uns sollte es das auch sein! In der heutigen Mediengesellschaft wird solches Fehlverhalten sofort bestraft und publiziert. Wir können darüber entweder wütend sein und uns über die sekulären medien beschweren, die nicht willens und fähig sind, objektiv zu berichten (was auch immer wir selbst manchmal damit meinen...) - oder es als Chance sehen, als Anfeuerung von Gott, noch mehr nach Heiligkeit zu streben.

Ich bin eigentlich ganz froh, dass die Sache ans Licht kam. Für mich ist es eine Lektion, mein eigenes Herz wieder anzuschauen, mich selbst zu fragen ob ich in manchen Dingen, die ich glaube, nicht vielleicht selbst scheinheilig bin, und mich zu fragen, wie die Kirche mit solchen Fällen umgehen sollte. Dieser Fall wirft viele interessante Fragen auf, und am Ende wird die Offenheit anderer gegenüber Christus und dem Evangelium hoffentlich nicht durch das Fehlverhalten christlicher Leiter bestimmt, sondern wie wir damit umgehen.

(Foto: Dave Gingrich)

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